Ausgangssituationen und Rahmenbdingungen des Schulprogramms

Örtliche und personelle Ausgangssituation:

Die Grundschule Niederlößnitz befindet sich in einer ruhigen und landschaftlich reizvollen Umgebung am Fuße der Radebeuler Weinberge. Das Gebäude ist über 170 Jahre alt. Es steht unter Denkmalschutz und ist teilweise saniert. Obwohl die Schule mit ca. 300 Schülern und 19 Lehrern zu den größten Grundschulen der Umgebung zählt, verfügt sie doch über eine familiäre Atmosphäre und einen individuellen Charme. Dieser liegt unter anderem in den wunderschönen Bleiglasfenstern, aber auch in den alten, ehrwürdigen Bäumen begründet, welche unsere Schule umgeben. Durch zwei räumlich getrennte Schulhöfe sind wir in der Lage, den Schülern eine individuelle und kindgerechte Pausengestaltung zu ermöglichen. Außerdem verfügt die Grundschule Niederlößnitz neben 13 Klassenräumen über eine schuleigene Bibliothek, ein Computerkabinett, eine Töpferwerkstatt mit Brennofen sowie über eine rekonstruierte Turnhalle. Auch ein Schulgarten mit Biotop, Insektenhotel und Weinstöcken ermöglicht den Kindern handlungsorientiertes und praxisnahes Lernen.

Unsere Schulhomepage www.gs-niederloessnitz.de trägt dazu bei, die Öffentlichkeitsarbeit weiter zu intensivieren und eine Transparenz unserer Arbeit für alle Interessierten zu schaffen.

Pädagogische Rahmenbedingung:

  • Unterrichtsentwicklung

Alle Lehrerinnen der Grundschule Niederlößnitz sehen die Unterrichtsentwicklung als einen Kernbereich in der täglichen Arbeit. Dabei ist uns ein qualitativ hochwertiger Unterricht wichtig. Die drei Grundformen von Unterricht (direkte Instruktion, kooperativer Unterricht und individualisierter Unterricht) werden mit ausgewogenen Anteilen umgesetzt.

  • Ganztagsangebote

Die Grundschule Niederlößnitz ist eine Schule mit Ganztagsangeboten. Zur Ausgestaltung der Ganztagsangebote nehmen wir am Förderprogramm des Kultusministeriums teil und erhalten für die Umsetzung entsprechende Sach- und Honorarmittel. Diese Ganztagsangebote sind auf drei Module ausgerichtet:

  1. Angebote zur leistungsdifferenzierten Förderung und Forderung
  2. Unterrichtsergänzende Angebote und Projekte
  3. Angebote im Freizeitbereich

Dabei legen wir nicht nur Wert auf leistungsdifferenziertes Fördern und Fordern, sondern versuchen auch verschiedene Interessen und Neigungen unserer Schüler zu berücksichtigen und bieten deshalb vielseitige Angebote an.

Bei den Angeboten im Freizeitbereich unterscheiden wir zwischen zwei Organisationsformen. Wir bieten offene Angebote (der Schüler kann diese auch im kurzen Zeitraum wechseln) und geschlossene Angebote (der Schüler sollte mindestens ein halbes Jahr daran teilnehmen) an. Durch die offenen Angebote gelingt es uns besonders gut, Interessen und Neigungen bei den Schülern neue zu wecken.

Unterstützung erhalten wir dabei durch unseren Förderverein.

Ca. 90% unserer Schüler besuchen den Hort des Kinderschutzbundes „Niederlößnitzer Rebläuse“. Daher arbeiten wir auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages eng mit diesem Hort zusammen. Vereinzelt entscheiden sich Eltern für eine Betreuung ihrer Kinder im Evangelischen Kinderhaus (ca. 3 – 5 Kinder pro Klassenstufe) oder auch zuhause. Auch diesen Kindern stehen die Ganztagsangebote selbstverständlich zur Auswahl. Die Klassenlehrerinnen sind bemüht, engen Kontakt zu den Erziehern des evangelischen Kinderhauses zu halten. Schulleitung und Leitungen der Kindertageseinrichtungen treffen sich in ca. 10-wöchigen Abstand, um Anliegen, Fragen und Problem zu klären.

  • Zusammenarbeit Schule - Hort

Gemeinsam mit dem Hort der „Niederlößnitzer Rebläuse“ führen wir unterrichtsergänzende Projekte in jeder Klasse durch. Diese Projekte dienen vor allem der Kompetenzentwicklung der Kinder. Die Inhalte gehen über den Lehrplan hinaus bzw. es werden Projekte nach den Wünschen der Kinder mit den Kindern gestaltet.

Ein unterrichtsergänzendes Projekt, welches wir gemeinsam durchführen, soll hier namentlich erwähnt werden.

„Weinbau in der Lößnitz- Auf den Spuren der Reblaus“

In jeder Klassenstufe erfahren die Kinder etwas über den Anbau, die Pflege und die Ernte des Weines. Am Ende der Klassenstufe 4 haben die Schüler ein Jahr im Weinberg erleben dürfen und ihr Wissen über den regionalen Weinbau erweitern können, so dass sie als kleine „Winzer“ in die Klassenstufe 5 entlassen werden.

  • Projekt „Gender-Mainstreaming“ - „Lesen lernt man durch Lesen“

Im Mittelpunkt unserer Bemühungen zur Leseförderung stehen Projekte, die die Lesefreude und Lesemotivation der Mädchen und vor allem der Jungen steigern sollen. Um diesem Anliegen gerecht zu werden, führen wir das Leseprojekt „Gender - Mainstreaming-geschlechterspezifische Leseförderung“ durch. Dabei werden wir vom Sächsischen Bildungsinstitut und Frau Prof. Dr. Richter und Frau Dr. Plath von der Universität Erfurt unterstützt.

Eine sehr umfangreiche Bücherei für Schüler, aber auch für Lehrer und Eltern haben wir in den letzten Jahren aufgebaut. Unser Tag beginnt immer mit einer 15 minütigen Lesezeit. Alle Klassen nehmen am „Antolin“ Programm teil, welches einen besonderen Beitrag zur Lesemotivation herbeiführt. Schulinterne und regionale Lesewettbewerbe sind bei uns traditioneller Bestandteil.

  • Förderung der Schüler im naturwissenschaftlich-technischen Bereich

Im Winterhalbjahr führen wir in jeweils halben Klassen einen handlungsorientierten experimentellen Unterricht durch. Die Schüler beschäftigen sich weitgehend eigenständig und in einer kooperativen Arbeitsweise mit Phänomenen aus Natur und Technik. Dabei werden die ersten acht methodischen Basisfertigkeiten (1. Beobachten, 2. Gebrauch von Raum- /Zeitbeziehungen, 3. Gebrauch von Zahlen, 4. Messen, 5. Klassifizieren, 6. Kommunizieren, 7. Voraussagen treffen, 8. Schlussfolgerungen ziehen) geübt und gefestigt. Wir stellen uns der zunehmenden Bedeutung des Sachunterrichts und sind bestrebt, diesen Unterricht als Vorbereitung der naturwissenschaftlichen Fächer in den weiterführenden Schularten zu verstehen.

  • Vorschulische Angebote

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist eine Herausforderung und eine Entwicklungschance für unsere Kinder. Kindergarten und Grundschule arbeiten im Dialog mit den Eltern in dieser Phase eng zusammen. In gemeinsamer Verantwortung begleiten wir die Kinder beim Hineinwachsen in den neuen Lern- und Lebensort „Schule“.

Bereits von Beginn des Vorschuljahres an werden die Kinder in der Kindergartenvorschulgruppe von unserer Beratungslehrerin betreut. Diese 45-minütigen Veranstaltungen finden je nach räumlichen Bedingungen in der Grundschule oder im Kindergarten statt.

Unmittelbar nach der Schulanmeldung im Oktober können die Vorschulkinder den Miniclub unserer Schule besuchen. Er findet montags von 16.00 bis 17.00 Uhr statt. Dabei lernen die Kinder ihre zukünftige Schule sowie einige Lehrerinnen und Horterzieherinnen bereits vor Schulbeginn kennen. In spielerischer Form werden sie in ihrer sprachlich- kommunikativen, körperlich- motorischen und musisch- künstlerischen Entwicklung gefördert.

  • Elternbeteiligung in der Schule

Eine aktive Mitarbeit der Eltern in den Klassen ist in unserer Schule fest etabliert. Die Elternsprecher jeder Klasse finden sich im Elternrat und der Schulkonferenz der Schule zusammen, besprechen und beschließen in diesem Gremium Vorhaben die die gesamte Schule betreffen.

Der Förderverein unserer Schule hat einen sehr großen Anteil an der Wirksamkeit der Ganztagsangebote, an einem abwechslungsreichen Schulleben und an der finanziellen Unterstützung schulischer Vorhaben. Außerdem organisiert er Elternkreise zu interessanten pädagogischen Schwerpunkten.

  • Evaluation

Regelmäßig führen wir eine interne Evaluation durch. Schüler, Eltern, Erzieher und Lehrer erhalten einen Fragebogen zur Schul– und Unterrichtsentwicklung und beantworten ihn anonym. Die Auswertung dieser Fragebögen ist Grundlage für unsere weitere pädagogische Arbeit und hilft uns, neue Ansatzpunkte für unsere weitere Schulentwicklung zu finden.

In einem offenen runden Tischgespräch stellen wir Lehrer und Erzieher uns den Fragen der Eltern und kommen unter anderem auch so zu einem gemeinsamen Dialog zum Thema Schulentwicklung und Qualität in unserer Arbeit. zurück