Schulprogramm

Inhalt

 

  1. Ausgangssituation und Rahmenbedingungen
  2. Aktive Schule
  3. Lehren und Lernen
  4. Teamarbeit und Kooperation
  5. Jede Meinung ist uns wichtig
  6. Individualität des Einzelnen
  7. Wohlfühlen und Mitgestalten
  8. Professionalität aller Beteiligten

 

 

 

 

  1. Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

 

Bereits seit 1838 ist ein Schulstandort Niederlößnitz belegt. Die Grundschule Niederlößnitz befindet sich in einer ruhigen und landschaftlich reizvollen Umgebung am Fuße der westlichen Radebeuler Weinberge. Unser Schulgelände steht unter Denkmalschutz und ist teilweise saniert. Obwohl die Schule mit ca. 300 Schülern und ca. 20 Pädagoginnen und Pädagogen zu den größten Grundschulen der Umgebung zählt, verfügt sie doch über eine familiäre Atmosphäre und einen individuellen Charme. Dieser liegt unter anderem in den wunderschönen Bleiglasfenstern im Ostflügel der Schule, die einst von Gönnern gestiftet wurden. Mehrere alte, ehrwürdige Bäume spenden Schatten und laden zur Beobachtung der jahreszeitlichen Veränderungen ein. Weinstöcke flankieren den Eingang und weisen auf unser Schulprojekt hin. In allen 4 Grundschuljahren beschäftigen sich die Klassen mit der Aufzucht, Pflege und Ernte des Weins.

Durch zwei räumlich getrennte Schulhöfe sind wir in der Lage, den Schülern eine individuelle und kindgerechte Pausengestaltung zu ermöglichen. Der kleine Ruhehof befindet sich vor dem Schulgebäude und lädt mit Bänken und Hängenetzen zum Verweilen ein. Eine begehbare Kräuterspirale und ein Naschgarten sollen alle Sinne der Kinder ansprechen. Der größere Schulhof hinter dem Gebäude animiert zum Spielen und Toben. Neben Fußballtoren und einer Tischtennisplatte ist Platz für Lauf- und Fangspiele. Aber auch hier gibt es Bänke zum Ausruhen.

Die Grundschule Niederlößnitz verfügt über 12 Klassenzimmer, ein neu ausgestattetes Musikzimmer, einen Werkraum, der den neuesten didaktisch-methodischen Anforderungen entspricht, ein Computerkabinett mit 16 Arbeitsplätzen, 2 speziell eingerichtete Förderzimmer, die zudem jeweils 2 Gerätewagen mit je einem Satz Laptops beherbergen. Außerdem besitzen wir eine schuleigene Bibliothek, eine Töpferwerkstatt mit Brennofen und eine rekonstruierte Turnhalle.

Ganz in der Nähe befindet sich unser Schulgarten mit Biotop, Insektenhotel und weiteren Weinstöcken. Hier ist handlungsorientiertes und praxisnahes Lernen mit Pflanzen und Gemüseanbau möglich. Der hauseigene Trinkbrunnen erfreut sich großer Beliebtheit. Ein Radebeuler Künstler gestaltete reizvoll die Umgebung dazu.

 

Die Entwicklung der Qualität des Unterrichts steht an unserer Schule an vorderster Stelle und ist der Kernbereich unserer täglichen Arbeit.

Die drei Grundformen von Unterricht (direkte Instruktion, kooperativer Unterricht und individualisierter Unterricht) werden mit ausgewogenen Anteilen umgesetzt. Wir begleiten alle Kinder auf ihrem individuellen Lern- und Lebensweg. Jede und jeder ist uns wichtig und erhält Zuwendung – ob im regulären Unterricht , zur Beschulung mit speziellen Förderschwerpunkten oder im Rahmen der Hochbegabtenförderung.

Die Zusammenarbeit der Schule mit dem Hort der Niederlößnitzer Rebläuse ist und wichtig. Wir stehen in regem Gedankenaustausch und unterstützen uns auch bei Ausflügen, Festen und Feiern.

Im Rahmen der Ganztagsangebote sind daher Horterzieher auch als externe Fachleute im Einsatz. Sie begleiten die Klassen auf Ausflügen, Exkursionen, Klassenfahrten.

 

 

  1. Aktive Schule

 

Leitziel: An unserer Schule lernen, lachen und leben wir zusammen und das macht uns stark: jetzt und für die Zukunft

 

Unser Ziel ist es, das Schulleben so aktiv wie möglich zu gestalten. Lust und Freude sowie Begeisterung beim Lernen und an Bewegung und Sport soll bei den Schülern geweckt, erhalten und entwickelt werden. In einer zunehmend bewegungsärmeren Lebensumwelt ermöglicht der Sportunterricht den Kindern wichtige und sehr vielfältige Sinnes- und Körper- sowie Bewegungs- und Umwelterfahrungen. Insgesamt soll dadurch die körperliche Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Fitness und die Begeisterung an allen sportlichen Aktivitäten der Kinder gesteigert werden.

 

Wichtige Elemente:

 

  • 2- 3 Sportstunden pro Woche
  • Wöchentlicher Schwimmunterricht in Klasse 2 und 3
  • Jährliches Sportfest
  • Zusammenarbeit mit Sportvereinen (z.B. Fußball)
  • Erlangen eines Sportabzeichens
  • Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben
    • Fußball, Athletik, Hochsprung, Floorball, Völkerball, Schwimmen
  • Zahlreiche Möglichkeiten für eine aktive Pause
    • Fußballtore, Tischtennis, Hüpfkästchen, Zahlenschnecke, diverse Kleingeräte (Seile, Bälle, Reifen…)

 

 

  1. Lehren und Lernen

 

Leitziel:

Wir haben einen hohen Anspruch an die Qualität unseres Unterrichts.

 

Entwicklungsziel:

Die Umsetzung der 10 Kriterien von gutem Unterricht (nach H. Meyer) ist unser Anspruch:

 

  • Klare Strukturierung des Unterrichts (Prozessklarheit, Rollenklarheit, Absprache von Regeln, Rituale und Freiräume)
  • Lernförderliches Klima (durch gegenseitigen Respekt, verlässlich eingehaltene Regeln, Verantwortungsübernahme, Gerechtigkeit und durch Fürsorge)
  • Inhaltliche Klarheit (durch Verständlichkeit der Aufgabenstellung, Plausibilität des thematischen Gangs, Klarheit und Verbindlichkeit der Ergebnissicherung)
  • Methodenvielfalt und Methodentiefe (Reichtum an Inszenierungstechniken, Vielfalt der Handlungsmuster, Variabilität der Verlaufsformen, Aufbau von Methodenkompetenz)
  • Individuelles Fördern (durch Freiräume, Geduld und Zeit, durch innere Differenzierung, durch individuelle Lernstandsanalysen und abgestimmte Förderpläne, besondere Förderung von Schülern aus Risikogruppen)
  • Intelligentes Üben (durch Bewusstmachen von Lernstrategien, passgenaue Übungsaufträge und gezielte Hilfestellung)
  • Hoher Anteil echter Lernzeit ( durch gutes Zeitmanagement, Pünktlichkeit, gute Vorbereitung, Rhythmisierung der Unterrichtsabläufe, Konzentrationsübungen)
  • Sinnstiftendes Kommunizieren ( durch Planungsbeteiligung, Gesprächskultur, Sinnkonferenzen, Lerntagebücher und Schülerfeedback)
  • Transparente Leistungserwartung ( an Bildungsstandards orientieren, dem Leistungsvermögen der Kinder entsprechendes Lernangebot und zügige förderorientierte Rückmeldungen zum Lernfortschritt)
  • Vorbereitete Umgebung ( durch gute Ordnung, funktionale Einrichtung und brauchbares Lernwerkzeug)

 

 

  1. Teamarbeit und Kooperation

 

Leitziel: Wir kooperieren mit außerschulischen Partnern, um den Schülern über den Unterricht hinausgehende Erfahrungen zu vermitteln.

 

  • Enge Zusammenarbeit auf der Klassenstufenebene (Vorbereitung von Unterricht und Klassenarbeiten, Projekten, Wandertagen und Klassenfahrten, Exkursionen)
  • Lernmaterialien liegen für die Klassenstufe bereit und werden gegenseitig genutzt
  • Einmal wöchentliche Absprache mit der Horterzieherin/mit dem Horterzieher
  • Gemeinsame Durchführung von Klassenveranstaltungen (Sportfest, Weihnachtsfeier, Elterngespräche, Wandertage, Klassenfahrten, Exkursionen…)
  • Jede Klasse führt einmal im Jahr einen Gestaltungstag durch; evtl. in Kooperation mit größeren Schülern (Kl. 1 mit Paten der Kl. 3, Kl. 2 mit Kl. 4)
  • Außerschulische Partner arbeiten in Form von GTA -Förderstunden freitags und mittwochs sowie an Nachmittagen (Fußball…)

 

 

  1. Jede Meinung ist uns wichtig

 

Leitziel: Wir sind offen für jeden und gehen ehrlich, achtsam und vertrauensvoll miteinander um.

 

  • offener und kreativer Meinungsaustausch
  • Austausch auf Klassenstufenebene
  • gemeinsame Planung der Verteilung der Lehrplaneinheiten
  • Absprachen zu Bewertung und Zensierung
  • Fachgruppentreffen
  • Interne Evaluation
  • demokratische Mitbestimmung der Schulkinder (Kinderrat aus Mitgliedern jeder Klasse, Treff unter Anleitung, Beratung über GTA-Bereich, Förderangebote, Auswahl des Themas der Projektwoche und schulische Höhepunkte)
  • enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und deren Gremien
  • Monatsrunde: Treff der gesamten Schule in der Turnhalle (Ehrung der Geburtstagskinder, Veröffentlichung des Monatsspruchs in Reimform vom Kinderrat für jede Klasse)

 

 

  1. Individualität des Einzelnen

 

Leitziel: Wir begleiten die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung, in dem wir sie individuell fördern und fordern.

 

 

  1. Jedes Kind entwickelt sich in seiner Einzigartigkeit.

 

  • Schaffen der Voraussetzungen für die Entwicklung jedes Kindes nach seinem Leistungsniveau, seinen individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten
  • Individuell erstellte Lernpläne basierend auf Analysen des Leistungsstandes
  • Kontinuierlich bearbeitete und ergänzte Lerneinstiegskontrollen für jeden Kollegen einsehbar
  • Unterrichtsplanung erfolgt auf Grundlage der gemeinsam erarbeiteten Lerneinstiegskontrolle

 

 

  1. Inklusion von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf ist für uns eine willkommene Herausforderung.

 

Maßnahmen:

  • Inklusion an unserer Schule bietet für alle Kinder eine Chance
  • regelmäßige Fortbildungen entsprechend der speziellen Förderschwerpunkten
  • erforderliche Bausteinfortbildung zur/m Inklusionslehrerin/s garantiert
  • intensive Zusammenarbeit mit Fachkräften der mit uns kooperierenden Förderschulen
  • Einbeziehung der Inklusionsassistentin in die präventive Förderung der Kinder
  • Erstellen individueller Förderpläne und Entwicklungsberichte

 

 

  1. Sowohl Kinder mit Entwicklungsrückständen als auch mit Entwicklungsvorsprüngen werden gezielt gefördert.

 

Maßnahmen:

  • Differenzierung als Grundbedingung des Unterrichts
  • Enger Kontakt zum Elternhaus zur Umsetzung der Fördermaßnahmen
  • Einbeziehung der Arbeit der/des Inklusionsassistentin/-en
  • Individuelle Lernverträge mit leistungsstarken Kindern
  • Anregung von Lernpatenschaften
  • Regelmäßige Lesepatenschaften der Schüler der 4. Klassen für die Schüler der 1. Klassen

 

 

  1. Kinder mit Teilleistungsschwäche werden wissenschaftlich und pädagogisch fundiert unterstützt.

 

Maßnahmen:

  • Bildung und Leitung von Fördergruppen für entsprechende Kinder durch dafür ausgebildetes Personal
  • gezielte Hinweise und Ratschläge durch Fördergruppenleiter als Multiplikator in Fachzirkeln
  • Teilnahme an berufsbegleitender LRS-Fortbildung

 

 

  1. Kinder lernen in direktem Bezug zu ihrer Lebenswelt.

 

Maßnahmen:

  • Gestaltung des Unterrichts in direktem Einklang mit der Erlebens- und Erfahrungswelt der Kinder
  • Schaffen von Begegnungen mit Orten und Menschen aus Lebensweltbereichen (außerschulische Lernorte)
  • Anregen zum Forschen und Untersuchen der die Kinder umgebenen Lebenswelt

 

 

  1. Wohlfühlen und Mitgestalten

 

Leitziel: Wir sind bereit für Neues und bewahren Traditionen.

 

Angenehme Lernatmosphäre

  • Unsere Schule lädt sowohl zum Lernen als auch zum Verweilen ein.
  • Unsere Räume sind zweckmäßig und einladend gestaltet, so dass für alle eine angenehme Atmosphäre herrscht.
  • Die Schüler werden in die Ausgestaltung der Zimmer mit einbezogen.
  • Zusätzliches Unterrichtsmaterial steht jederzeit für die Kinder sichtbar bereit.

Kollektive Ausgestaltung der Schule

  • Alle Klassen einer Klassenstufe haben ihr Klassenzimmer möglichst auf einer Etage und sind für deren Pflege verantwortlich.
  • Das Foyer gestalten die Kunstlehrer mit wechselnden Ausstellungsstücken der Schüler.
  • Die GTA-Angebote sind im Foyer sichtbar.
  • Ordnung und Sauberkeit im gesamten Schulhaus geht uns alle an und jeder trägt dafür Verantwortung

 

 

  1. Professionalität aller Beteiligte

 

Leitziel: An unserer Schule sorgt ein starkes, engagiertes Team für gute Zusammenarbeit.

 

Fortbildungskonzeption

  • Eine ständige Erweiterung unseres Wissens ist uns ein wichtiges Anliegen.
  • Grundlage ist eine aktuelle und ständig weitergeführte Fortbildungskonzeption aller Lehrkräfte.
  • Zusätzliches Lesen von Fachliteratur als Erweiterung unseres Wissens.
  • Jeder Lehrer besucht individuell spezifische Fortbildungen, um die Qualität seines Unterrichts zu verbessern.

Individuelle Funktionspläne

  • Ein gerechter und kommunizierter Funktionsplan erleichtert uns die Organisation der Gesamtarbeit.
  • Bei der Verteilung von Funktionen achten wir auf spezifische Fähigkeiten und Arbeitsaufwand.

Partnerschaftliche Arbeitsweise

  • Eine partnerschaftliche Arbeitsweise bedeutet für uns, Verantwortung für eine hohe qualitative Arbeit des anderen mit zu übernehmen.
  • Die auf einer Klassenstufe arbeitenden Kollegen übernehmen gegenseitig Verantwortung bei auftretenden Problemen.

 

 

Beschluss in der Lehrerkonferenz am 28.06.2021

Beschluss in der Schulkonferenz am 13.07.2021